Richtig inhalieren – so geht´s

 

Ob Kamille-Dampfbad oder Düsenvernebler: Hier sind die wichtigsten Tipps, die Sie beim Inhalieren beachten sollten 

Heiße Dämpfe entweichen dem brodelnden Topf. Wer seinen Kopf darüber hält und sich noch ein Handtuch überstülpt, kommt schnell ins Schwitzen. Dieses alte Hausmittel – das Inhalieren – lindert Husten, befreit eine verstopfte Schnupfennase und befeuchtet gereizte Schleimhäute.

 

Die Topfvariante birgt allerdings Risiken. Kippt das Gefäß mit der heißen Flüssigkeit um, kann es zu schweren Verbrühungen kommen. Zudem dringen die Dämpfe nicht nur in Mund und Nase ein, sie können die Augen reizen. Besonders ätherisches Öl kann zu tränenden Augen führen.

 

Besser eignen sich Dampfinhalatoren aus der Apotheke. Durch einen Mund-Nasen-Aufsatz werden gezielt die Schleimhäute im oberen Atemtrakt befeuchtet. In das Innere des Inhalators geben Sie eine bestimmte Menge Wasser plus einen geeigneten Zusatz. Dies können Pflanzenextrakte oder ätherisches Öl sein.

 

Inhalieren: Mit Kamille, Kochsalz oder ätherischen Ölen?

 

Kamille – als Tee oder flüssiger Extrakt – wirkt Entzündungen entgegen, bekämpft Bakterien und lindert Schnupfen. Ätherisches Öl aus Eukalyptus, Latschenkiefer oder Fichtennadeln löst festsitzenden Schleim aus den oberen Atemwegen. Dadurch können die aromatischen Öle auch bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) helfen.

 

Prinzipiell können Sie eine Kochsalzlösung selbst herstellen: 0,9 Gramm Speisesalz auf 100 Milliliter abgekochtes Wasser (oder neun Gramm auf 1 Liter) geben, fertig. Heben Sie die Lösung jedoch maximal 24 Stunden auf. Einfacher und sicherer ist es, kleinere Mengen abgepackt in der Apotheke zu kaufen.

 

Kochsalzlösungen kommen auch für den längeren Gebrauch infrage. Sie halten die Schleimhäute während der Wintersaison feucht und können Infekten vorbeugen.

 

Behandlung der unteren Atemwege

 

Will man jedoch die unteren Atemwege erreichen, um zum Beispiel festsitzenden Schleim in den Bronchien zu lösen, braucht man feinere Tröpfchen einer bestimmten Größe. Diese lassen sich mit Ultraschall- oder Düsenverneblern erzeugen.

 

Manche Inhaliergeräte enthalten ein Nasen- und ein Mundstück. Ersteres empfiehlt sich, wenn jemand gezielt die Nasenschleimhaut befeuchten möchte. Letzteres, wenn der Dampf in die Bronchien gelangen soll.

 

Vernebler dienen auch dazu, Medikamente – zum Beispiel gegen Asthma – in die Lunge zu befördern.

 

Bei uns können Sie einen Vernebler gegen eine geringe Gebühr ausleihen.

 

Quellen: www.pari.de, www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung/Richtig-inhalieren--so-gehts-57502.html